Was tun bei Schlafstörungen?
Nehmen Sie abends nur noch eine leichte
Mahlzeit zu sich, nicht zu spät Abendessen!
Körperliche Tätigkeit fördert Müdigkeit, statt eine
aufwühlende Fernsehsendung anzusehen, machen Sie lieber einen flotten
Abendspaziergang!
Keinen Kaffee oder Tee mehr nach 14:00 Uhr! Rauchen
Sie nicht vor dem ins Bettgehen!
Falls Sie ein Mittagsschläfchen machen, dehnen
Sie dieses nie länger als 30 min aus!
Ärgern über die Schlaflosigkeit verstärkt
in der Regel die Schlafstörung, weil man sich verkrampft.
Für das Einschlafen muß man sich vielmehr entspannen.
Dies kann man mit autogenem Training oder mit Muskelrelaxation nach
Jakobson erreichen. Bei autogenem Training stellt man sich vor, dass
ein Körperteil (z.B. der Großzeh) schwer und warm wird. Dann
kommt der nächste Körperteil dran (z.B. der Fuß). Bei
der Jakobsonmethode wird eine Extremität zuerst 10 Sekunden angespannt
und dann entspannt. Wir sagen Ihnen, wo sie beides lernen können.
Rechnen Sie Ihre Schlafstunden nicht nach! Wird Schlaf von Ihrem Organismus
dringend benötigt, setzt er sich auch gegen Ihren Willen
durch!
Entspanntes im Bett liegen ohne Schlaf hat durchaus erholende
Wirkung!
Schlaftabletten im herkömmlichen Sinn erzwingen
den Schlaf, unterdrücken aber natürliche Schlafphasen. Dadurch
ist der Schlaftablettenschlaf weniger erholsam. Wir verschreiben deshalb
nur im Notfall Schlaftabletten und nur solche die sehr kurz wirken und
nur das Einschlafen fördern.
Alkohol (mehr als ein Bier oder ein Glas Wein) hat
ebenfalls schlaferzwingende Wirkung, die nach Abflauen des Rausches
in das Gegenteil umschlägt. Übermäßiger Alkoholgenuß
ist eine der häufigsten Ursachen von Schlaflosigkeit!
Wenn die Schlaflosigkeit ein Symptom einer Depression
ist, können Antidepressiva helfen. Diese machen im Gegensatz zu
Schlaftabletten nicht süchtig.
